80 Jahre Unimog.
Mit Mut zur Möglichkeit.
Am Anfang war der Mut. Und die Überzeugung. 1946 war Albert Friedrich fest entschlossen, ein Fahrzeug für alles zu entwickeln: Robust wie ein Traktor, schnell wie ein Auto und vielseitig wie ein Werkzeug sollte es sein. Sein Plan ging auf: Das Universal-Motor-Gerät war geboren.
Im eisigsten Winter wie auch im trockensten Sommer, auf 1.000 m Höhe oder bis zu 1,20 m tief im Wasser: Seit 80 Jahren schultert der Unimog Schwerstlasten, löscht Waldbrände, zieht Güterzüge und erledigt zuverlässig die anspruchsvollsten Aufgaben für Kommunen und Privatunternehmen.
Wandelbarkeit und der Wille, das Unmögliche möglich zu machen. Das sind die beiden Eigenschaften, die den Unimog definieren, ihn unvergleichlich machen und die beeindruckende Erfolgsstrecke erklären, die er bis zum heutigen Tag zurückgelegt hat.
Unimog Geschichte(n) hautnah

1946–1955
Die Unimog Anfangsjahre und erste Erfolgsmodelle.
Ingenieurskunst und Pioniergeist.
Seit nunmehr 75 Jahren steht der Unimog wie kein anderes Fahrzeug für Effizienz, Flexibilität und legendäre Offroad-Eigenschaften. Den Grundstein für diese Erfolgsgeschichte legten findige Ingenieure, deren Ziel es war, die Vielseitigkeit des Universal-Motor-Gerätes so nutzbar wie möglich zu machen.

Die Geburtsstunde des Unimog.
Albert Friedrich ist einer dieser Gründerväter des Unimog. Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg erkannte der ehemalige Leiter der Daimler-Benz Flugmotorenfertigung den enormen Bedarf an Agrar-Schleppern für Klein- und Mittelbetriebe in der deutschen Landwirtschaft. Neben der Geländetauglichkeit stand dabei die einfache Umrüstbarkeit für vielfältige Aufgaben im Vordergrund.
Auf dem Gelände der Firma Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd entwickelte und testete ab 1946 ein engagiertes Team rund um die Ingenieure Albert Friedrich, Heinrich Rössler und Hans Zabel erste Prototypen für ein solches Nutzfahrzeug. Hans Zabel war es auch, der aus dem etwas sperrigen Projektnamen „Universal-Motor-Gerät für die Landwirtschaft“ die griffige Abkürzung „Unimog“ machte.

Der Boehringer Unimog wird produziert.
Am Schluss der Entwicklungsphase stand ein Fahrzeug mit Allradantrieb, Differenzialsperren und Portalachsen, das allen Anforderungen an Transportleistung und Zugkraft genügte und dennoch mit 50 km/h schnell war. Zudem konnten an allen Seiten Anbaugeräte installiert werden – ein klarer Vorteil zum klassischen Schlepper, der lediglich am Heck eine entsprechende Möglichkeit bot. Beim Motor setzte man auf den OM 636 von Daimler-Benz, der als robuster Dieselmotor gleichzeitig einen kostengünstigen Betrieb gewährleistete.
Im Jahr 1948 wurde der Unimog dann erstmals einem Fachpublikum auf der DLG-Messe in Frankfurt präsentiert. Dort stiess er nicht zuletzt aufgrund seiner überzeugenden Fahreigenschaften im Gelände und auf der Strasse, der leichten Bedienung und der grossen Vielseitigkeit auf sehr positive Resonanz. Im selben Jahr erfolgte die erste Serienfertigung im Werk der Gebrüder Boehringer in Göppingen, die bereits Gussteile für die Prototypen geliefert hatten. Das Markenzeichen der ersten Baureihe 70200, von der etwa 600 Fahrzeuge produziert wurden, ist das Ochsenkopf-Logo. Noch bis heute gibt es etwa 120 Boehringer Unimog aus dieser Zeit – viele davon sind noch einsatzbereit.
Gaggenau wird Heimat des Unimog.
Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Unimog, zunehmend auch ausserhalb von Deutschland, reichten die Produktionskapazitäten von Boehringer schon bald nicht mehr aus. Es wurde ein Übernahmevertrag mit Daimler-Benz geschlossen und 1951 begann schliesslich die Produktion im Lkw-Werk in Gaggenau. Mit nur geringen Modifikationen an dem Fahrzeug, das weiterhin als „Unimog 25 PS“ vermarktet wurde, konnten mit der neuen Baureihe 2010 dank rationellerer Fertigungsprozesse deutlich mehr Unimog vom Band rollen. So wurden in den ersten sieben Monaten des Jahres 1951 in Gaggenau bereits knapp über 1.000 Unimog produziert.
Verbesserte Nebenabtriebe ermöglichten neue Einsatzmöglichkeiten in der Forstwirtschaft, aber auch bei Feldarbeit. So waren Arbeiten, für die zuvor viele Hände benötigt wurden, plötzlich im Ein-Mann-Betrieb zu erledigen. Weitere Einsatzmöglichkeiten des Unimog als Feuerwehr-Hilfsfahrzeug oder beim Wegebau kamen schnell hinzu.
Die Unimog Baureihen U 401 und 402.
Ab 1953 fertigte Daimler-Benz in Gaggenau die neuen 400er-Serien des Unimog. Während beim U 401 der Radstand bei 1.720 mm blieb, wurde mit dem U 402 eine verlängerte Variante mit 2.120 mm eingeführt. Beide Modelle waren erstmals mit einem geschlossenen Fahrerhaus verfügbar. Ihre markanten Scheinwerfer brachten der Serie schon bald den Spitznamen „Froschauge“ ein. Und eine weitere wichtige Neuerung gab es: Ab diesem Zeitpunkt wurde statt des Ochsenkopfs der Mercedes-Benz Stern auf der Kühlerhaube montiert.
Wegen der geschlossenen Kabine und der Möglichkeit des Aufbaus von druckluftbetriebenen Kipppritschen interessierten sich neben Baufirmen, Post und Bahn nun auch Kommunen verstärkt für den Unimog. Denn das Fahrzeug konnte nicht nur während der milden Jahreszeiten für verschiedenste Aufgaben eingesetzt werden, sondern eignete sich darüber hinaus auch als perfektes Räumfahrzeug für den Winter. Über die Druckluftanlage liess sich eine noch grössere Palette an Anbaugeräten und Anhänger betreiben.
Die ausgezeichnete Qualität des Allround-Fahrzeugs sprach sich herum: Im Jahr 1954 erhielt der Unimog die begehrte Forstplakette für seine Einsatzfähigkeiten in der Forstwirtschaft. Und das war nur der Anfang einer langen Reihe von Auszeichnungen und Empfehlungen quer durch die verschiedensten Branchen.

1956–1965
Erfolgsmodelle und Leistungsplus.
Das Unimog Komplettprogramm entsteht.
Seit nunmehr 75 Jahren steht der Unimog wie kein anderes Fahrzeug für Effizienz, Flexibilität und legendäre Offroad-Eigenschaften. Im zweiten Teil unserer Chronik stellen wir Ihnen die gefeierten Baureihen vor, die im zweiten Jahrzehnt seines Bestehens den Unimog prägten – und die Basis für die breite Angebotspalette legten, die den Alleskönner von Mercedes-Benz bis heute auszeichnet.
Die Unimog Baureihe 411 bringt Leistungsplus.
Auf der DLG-Ausstellung 1956 in Hannover präsentierte Daimler-Benz mit der Unimog Baureihe 411 den Nachfolger der Baureihe 401/402. Wichtigstes Merkmal: mehr Leistung. So brachten die 30 PS das entscheidende Plus, um den steigenden Anforderungen in der Landwirtschaft zu genügen. Aber auch der Komfort kam nicht zu kurz: Neben verbesserten Sitzen kamen verstärkte Stossdämpfer bei der Baureihe 411 zum Einsatz.
Wie schon beim Vorgängermodell war ab Werk eine Version mit kurzem und langem Radstand erhältlich. Letztere erfreute sich sehr grosser Beliebtheit, da sie ab 1957 mit einem neu entwickelten Fahrerhaus ausgestattet werden konnten. Die Ganzstahlkabine bot deutlich mehr Platz als zuvor und bestach durch Daimler-spezifische Ausstattungsmerkmale und ein Design mit abgerundeten Kanten, das Massstäbe im Nutzfahrzeugbereich setzte.
Aufgrund seiner Wendigkeit, seiner vergleichsweise hohen Geschwindigkeit und der sehr guten Offroad-Fähigkeit, setzte man den Unimog zunehmend für Transportaufgaben ein. Die vorne und hinten verfügbaren Zapfwellen boten Anwendern beste Voraussetzungen für den flexiblen Einsatz von Sägen, Pumpen, Seilwinden und anderem Gerät.

Dienst im Gelände.
Aufgrund seiner überragenden Geländefähigkeiten, für die auch Böschungswinkel von 45° nach vorne und hinten kein Problem darstellen, interessierten sich ab Mitte der 1950er-Jahre auch zunehmend Armeen für den Unimog. Mit dem Unimog S (Baureihe 404) entstand ein Fahrzeug, das deren hohen Anforderungen gerecht wurde. Der Unimog S verfügte über eine grosse Ladefläche, die wahlweise als Pritschen- oder Kofferaufbau realisiert werden konnte. Im Unterschied zu zivil genutzten Unimog jener Zeit setzte man auf PS-starke Benzinmotoren.
Die zahlreichen Varianten des Unimog S wurden bis 1980 in Gaggenau produziert – mit 64.242 Fahrzeugen ist diese Baureihe bis heute die erfolgreichste. So erfreute sich die Baureihe 404 auch bei Feuerwehren grosser Beliebtheit.

Technischer Fortschritt am laufenden Band.
Die laufende Verbesserung des Fahrzeugs und seiner Komponenten brachte den Unimog immer weiter voran. Nach dem Motto: Evolution statt Revolution. So kamen ab Ende der 1950er-Jahre leistungsstärkere Druckluftbremsen zum Einsatz, die Lenkung wurde verbessert und ein hydraulischer Kraftheber eingeführt. Im Jahr 1959 erfolgte dann eine echte Premiere im Nutzfahrzeugbereich: Das vollsynchronisierte 6-Gang-Getriebe, das bereits seit 1957 im Unimog 411 als Sonderausstattung verbaut wurde, ging in die Serienausstattung. Es machte Schaltvorgänge nicht nur komfortabler als das zuvor verwendete Klauengetriebe, sondern auch effizienter. Auf Wunsch waren ausserdem mehrstufige Kriechgang-Getriebe für Unimog erhältlich.
Der grosse Bruder: die Unimog Baureihe 406.
Auf der DLG-Ausstellung 1962 feierte Daimler-Benz erneut eine Unimog Premiere. Mit dem Unimog 406 wurde die „schwere Baureihe” mit verbreiterter Spur und größerem Radstand eingeführt, die dem Bedarf nach immer grösseren und leistungsfähigeren Ackermaschinen gerecht wurde. Der gedrosselte Diesel-Motor schaffte 65 PS, war aber so ausgelegt, dass er diese Leistung auch beim Dauerbetrieb unter Volllast abrufen konnte. Später folgten leistungsgesteigerte Motoren mit bis zu 110 PS.
Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h war die Unimog Baureihe 406 perfekt für den Einsatz als Strassen-Zugmaschine geeignet. Andererseits konnte er im Kriechgang mit nur 0,03 km/h betrieben werden. Eine Bandbreite, die nur wenig Wünsche offen liess.
Auch im Fahrerhaus stieg der Komfort mit der Baureihe 406. Erstmals gab es gepolsterte und verstellbare Fahrersitze. Die Ergonomie des Fahrerhauses gestaltete auch den Einsatz an langen Arbeitstagen maximal komfortabel. Das machte insbesondere die Versionen mit Ganzstahlfahrerhaus zu einem beliebten Mitglied der Bauhofflotten in Städten und Gemeinden. Aber auch bei Bauunternehmen und in der Industrie konnte die schwere Baureihe des Unimog sich innerhalb kürzester Zeit etablieren.
Bis heute im Einsatz.
Mit den Baureihen, die ab Mitte der 1950er-Jahre in Gaggenau entwickelt und produziert wurden, konnte sich der Unimog als echter Dauerbrenner am Markt positionieren. Mit Einführung der schweren Baureihe entwickelte sich die Palette der Unimog zu einem echten Komplettprogramm. Nicht nur in seinem Stammsegment, der Landwirtschaft, sondern dank seiner hohen Flexibilität und Leistungsfähigkeit auch in vielen anderen Branchen.
Das Erfolgsgeheimnis: ein überzeugendes Fahrzeugkonzept, das konsequent beibehalten und permanent mit viel Raffinesse technisch weiterentwickelt wurde. Die hohe Qualität der über viele Jahrzehnte produzierten Baureihen zeigt sich nicht zuletzt darin, dass einige der Fahrzeuge noch bis heute im Einsatz sind.

1966–1975
Exportschlager und Kraftpakete.
Start der leichten und schweren Unimog Baureihen.
Anlässlich des 75. Geburtstags des Unimog stellen wir Ihnen wichtige Modelle und Entwicklungen seiner erfolgreichen Geschichte vor. Dieses Kapitel zum dritten Jahrzehnt des Unimog beleuchtet, wie neue Baureihen entstanden und Meilensteine bei den Produktionszahlen erreicht wurden.
Mehr als nur Modellpflege: der Unimog U 421.
20 Jahre nach dem Bau des ersten Unimog Prototypen und 10 Jahre nach Einführung der erfolgreichen Baureihe 411 wurde im Januar 1966 mit dem Unimog U 421 eine neue Baureihe eingeführt – später auch als „leichte Baureihe“ bezeichnet. Diese sollte die damals noch bestehende Lücke in Sachen Leistung und Gewicht zwischen der erfolgreichen Baureihe 406 (ab 70 PS erhältlich) und der Baureihe 411 (mit damals 34 PS) schliessen. Der ursprünglich für Pkw konzipierte Motor OM 621 wurde zunächst in einer 40 PS starken Variante angeboten, später folgten dann Leistungssteigerungen bis 60 PS.
Ansonsten wurden für den Unimog U 421 weitgehend Bauteile des U 411 verwendet, was auch die optische Ähnlichkeit erklärt. Das hatte nicht nur betriebswirtschaftliche Vorteile, sondern sorgte auch dafür, dass Auf- und Anbauten in vielen Fällen weiterverwendet werden konnten. Der Clou bei der neuen leichten Baureihe: Das Fahrerhaus konnte mit wenigen Handgriffen nach vorne hochgeklappt werden, was Wartungsarbeiten am Motor deutlich vereinfachte.

Schnelle Zugmaschine statt Lkw.
Ebenfalls im Jahr 1966 führte Daimler-Benz die Baureihe 403 ein, die später auch in einer Langversion als Baureihe 413 gefertigt wurde. Wesentliche Neuerung im Vergleich zur optisch nahezu gleichen Baureihe 406 war der 4-Zylinder-Motor OM 314, der in der leistungsgesteigerten Version mit 66 PS Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h ermöglichte.
Gerade in der Landwirtschaft war auch in diesen Jahren der Bedarf nach schnellen Zugmaschinen für die Agrologistik gross. Der Unimog positioniert sich als attraktive Alternative zum Lkw. So wurden von den Baureihen 411, 413, 416 und 421 auch Ausführungen mit Lkw-Zulassung entwickelt. Sie erlaubten eine höhere zulässige Geschwindigkeit auf der Strasse und ein höheres Gesamtgewicht.

Der Bruder des Unimog: MB-trac.
1973 wurde schliesslich zum Geburtsjahr des MB-trac, der wie einst der Unimog speziell für die Land- und Forstwirtschaft entwickelt wurde. Der MB-trac, dessen Serienfertigung bis 1991 auf demselben Band wie der Unimog in Gaggenau erfolgte, hatte viele eigens für den Unimog entwickelte Komponenten verbaut: vom Fahrwerk mit Allrad-Getriebe und vier gleich grossen Rädern bis hin zu den Portalachsen.
Erfolge am laufenden Band.
Die Nachfrage nach Unimog wuchs auch in seinem dritten Jahrzehnt stetig, das sorgte für immer neue Produktionssteigerungen im Werk Gaggenau. Der Grund: Wegen seiner Vielseitigkeit bot der Alleskönner längst nicht nur noch für die Landwirtschaft ein schlüssiges Konzept zum Ganzjahreseinsatz. Auch in Kommunen, im Bausektor oder als Transportfahrzeug bis zum Einsatz auf der Schiene überzeugte er Anwender.
Hinzu kam die permanente technische Weiterentwicklung, bei der zunehmend das Thema Sicherheit in den Mittelpunkt rückte. So wurden das offene Fahrerhaus des Unimog noch vor der gesetzlichen Pflicht mit Überrollbügeln ausgestattet und leistungsfähigere Bremsanlagen mit Scheibenbremsen an allen Rädern eingeführt – eine echte Innovation im Lkw-Sektor.
Im Mai 1966 lief dann der 100.000. Unimog vom Band. Nur fünf Jahre später feierte man bereits den 150.000. Unimog. Einen wesentlichen Anteil am Produktionserfolg hatte die Baureihe 416, die mit immer leistungsstärkeren Motorisierungen von bis zu 125 PS aufwartete. Exporterfolge waren besonders die Lizenzfertigungen der eigens für die Bedürfnisse in Südamerika entwickelten Baureihen 426 und 431, die in Argentinien zusammengebaut wurden.
Leistungsträger mit Ecken und Kanten: Unimog U 425 und 435.
Wie schon bei früheren Unimog Premieren war es 1974 wieder eine DLG-Ausstellung, auf der eine neue Ära begann: die der „schweren Baureihen“ (SBU). Deren kantiges Design ist bis heute prägend für Unimog und wurde sogar mit dem Bundes-Design-Preis prämiert. Aber auch unter der Haube hatte sich einiges getan: Neben dem 125 PS starken Motor setzen die schweren Baureihen ab Mitte der 1970er-Jahre auf ein komplett neuartiges Fahrwerk.
Die immer leistungsstärkeren Motoren verlangten nach einer grundlegenden Überarbeitung der Kraftübertragung, die beim Unimog neben hohen Geschwindigkeiten auch einen Kriechgang beinhaltete sowie zahlreiche Kraftabnehmer wie Zapfwellen bedienen musste. Hinzu kamen neue gesetzliche Vorschriften, die Lärm und Vibrationen im Fahrerhaus beschränken sollten. Das Ergebnis: Motor und Getriebe wurden nicht mehr direkt verschraubt und ein neues 8-Gang-Getriebe mit doppelter Untersetzung entwickelt. Das ermöglichte Geschwindigkeiten zwischen 0,15 und 80 km/h.
Weiteres technisches Highlight der schweren Baureihe war der Rahmen in gekröpfter U-Bauweise. Diese zuvor schon im Unimog S erfolgreich eingesetzte Konstruktion ermöglichte eine ausgezeichnete Verwindungsfähigkeit. Ein grosses Plus bei Fahrten im Gelände.
Die Produktion der schweren Baureihen begann mit dem nach neuem Namensschema bezeichneten Unimog U 1300 im Jahr 1975. Die zeitgleich gestartete Variante mit langem Radstand, die mit dem Buchstaben „L“ ausgewiesen wurde, erfreut sich aufgrund ihrer Robustheit und guten Umbaufähigkeit bis heute grosser Beliebtheit als Unterbau für den Ausbau als Reise- und Expeditionsfahrzeug.

1976–1985
Leistungsstärke und Siegerpodest.
Fortführung der schweren Unimog Baureihen und Rallye-Erfolge.
Die erfolgreiche Geschichte des Unimog begann vor 75 Jahren. Eine gute Gelegenheit, um auf die Meilensteine und wichtigen Entwicklungen des Alleskönners zurückzublicken. Dieser Teil der Reihe widmet sich dem vierten Jahrzehnt ab Mitte der 70er-Jahre, das einige neue Baureihen und Weiterentwicklungen brachte.

Neue Modelle mit Ecken und Kanten.
1976 feierte die Daimler-Benz AG das 25. Jubiläum des Unimog mit dem Stern auf der Haube. Knapp 200.000 Fahrzeuge waren seit dem Start der Produktion in Gaggenau produziert worden. Im September gleichen Jahres startete mit dem U 1000 die neue Baureihe 424, auch als „schwere Baureihe“ bekannt. Ihr unverkennbares Markenzeichen: die markanten seitlichen Höcker an der Motorhaube, die das kantige Aussehen der vor allem bei Städten und Kommunen sehr beliebten Baureihe unterstreichen. Auch ausserhalb Europas erfreute sich der Unimog weiterhin grosser Beliebtheit, so z.B. für Sondereinsätze in der Entwicklungshilfe als mobile Arztpraxis.
Insgesamt wurden bis Ende der 80er-Jahre innerhalb der Baureihen 424 und 425 acht Typen mit unterschiedlicher Motorleistung entwickelt – von 95 PS bis 150 PS. Die Krone in Sachen Leistungsstärke erreichte zu jener Zeit jedoch der U 1700 L aus der Baureihe 435, dessen 6-Zylinder-Motor mit Turbolader über ganze 168 PS verfügte und so bis zu 5 t Nutzlast erreichte. Wie gemacht für besonders leistungsintensive Aufgaben in Land- und Forstwirtschaft.
Baureihe 435 mit Doppelkabine.
Die Baureihe 435, die mit 30.726 gebauten Exemplaren als erfolgreichste „schwere Baureihe“ gilt, wurde in ganz besonderem Masse von dem auch heute noch bestens für Hobby-Umbauten geeigneten U 1300 L geprägt. Der lange Radstand von 3250 mm stellt dabei das wesentliche Abgrenzungskriterium zur Baureihe 425 dar.
Neben dem leistungsfähigen U 1700 L bekam ab 1983 auch der hochgeländegängige U 1300 L geräumige Doppelkabinen vom Hersteller Wackenhut aus Nagold spendiert. Diese besonders bei Expeditionen und Forschungsfahrten beliebten Kabinen boten bis zu 7 Personen Platz im Fahrerhaus. Naturgemäss kamen die spezifisch ausgerüsteten Unimog im Baugewerbe und der Industrie in den grössten Stückzahlen zum Einsatz.
Der 250.000ste Unimog: ein U 1250.
Als weiterer Modelltyp der 80er Jahre etablierte sich der speziell für den kommunalen Gebrauch entwickelte Unimog U 1250. Dieser war Teil der Baureihe 424 und ebenfalls mit dem grossen Radstand von 3250 mm ausgestattet. Am 12. September 1984 bot das erfolgreiche Modell allen Grund zum Feiern. Denn im Werk Gaggenau rollte mit einem U 1250 an diesem Tag der 250.000. Unimog vom Band.

Legendärer Rallye-Sieger.
Im Jahr 1985 fand bereits zum siebten Mal das härteste Wüstenrennen der Welt statt: die Rallye Paris Dakar. 14.000 km führte die berühmt-berüchtigte Offroad-Challenge ihre tollkühnen Fahrer von Versailles bis zum Strand von Dakar. Ganz vorne mit dabei: zwei umgebaute Unimog vom Typ U 1300 L. Am Steuer: Karl-Friedrich Capito aus Neunkirchen mit seinen Söhnen Jost und Volker Capito. Hatte man 1984 den Zieleinlauf noch wegen eines kleinen Defekts verpasst, wurde der U 1300 L im Jahr danach in Gaggenau von Grund auf revidiert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Mit einer Motorleistung von 180 PS, einem verstärkten Fahrerhaus sowie Überrollbügeln versehen, verwandelte sich das Universalmotorgerät der Baureihe 435 in einen robusten Renn-Unimog, der durch seine sechs Hella-Zusatzscheinwerfer mit 750 Watt auch für Nachtetappen bestens gerüstet war. Pendelrohrachsen mit Schraubenfedern sowie sein geringes Eigengewicht ermöglichten es dem U 1300 L zudem, mit hohen Geschwindigkeiten durch die Geröllwüste der südlichen Sahara zu manövrieren. Von entscheidendem Vorteil war jedoch die niedrige Bauhöhe. Während andere Fahrer im Urwald teilweise anhalten und störende Äste beseitigen mussten, konnte der U 1300 L aufgrund seiner kompakten Konstruktion den Streckenabschnitt zügig passieren. Am Ende wurden die Capitos verdient mit dem ersten Platz belohnt. Ein krönender Abschluss der vierten Dekade einer fortwährender Erfolgsgeschichte. Der des Unimog.

1986-1995
Arbeitstier und Spassmobil.
Neue Baureihen kommen auf den Markt.
Das U in Unimog steht für Universal. Vor 75 Jahren begann die bis heute fortwährende Erfolgsgeschichte des Alleskönners. Zeit, innezuhalten und das fünfte Jahrzehnt der Ikone näher zu beleuchten, das neben neuen Baureihen auch die Auszeichnung zum Geländewagen des Jahres hervorbrachte.

Erweiterung der schweren Baureihe 424.
Mit dem U 1550 kam im Jahr 1986 ein 150 PS starker Geräteträger mit einer besonders hohen Transportkapazität auf den Markt, der die Baureihe 424 nach oben abrunden sollte. Aufgrund seines zulässigen Gesamtgewichts von 10.500 kg war das Fahrzeug vor allem im Strassen- und Winterdienst sowie für den Einsatz mit schwerem Arbeitsgerät gut zu gebrauchen. Der lange Radstand von 3.250 mm ergab viel Raum für grosse Ladepritschen und zusätzliche Aufbaugeräte.

Die neue Baureihe 407.
Auf der IFAT, der Fachmesse für den Kommunalbereich in München, stellte Daimler-Benz im Jahr 1987 mit der leichten Baureihe 407 ein gänzlich neues Programm vor. Die in drei Varianten erhältliche, kleine wirtschaftliche Arbeitsmaschine wartete mit einem geräumigeren Fahrerhaus und einem neuen Getriebe auf und löste die seit 1966 gefertigte Baureihe 421 ab. Dabei unterschied sich die Baureihe 407 äusserlich vor allem durch die Lage des Ansaugrohrs, das nun – statt auf der rechten Seite – auf der Fahrerseite angeordnet war.
Aller guten Dinge sind drei.
Das Jahr 1988 brachte mit einer kompletten Überarbeitung des Unimog Programms gleich drei neue Baureihen hervor: die mittlere Baureihe 417 sowie die schweren Baureihen 427 und 437.
Zielgruppe der mittleren Baureihe 417, war neben Industrie und Kommunen, nun auch wieder die Landwirtschaft. Zwar liessen sich die Baureihen 417 und 407 optisch nicht leicht auseinanderhalten, der grundlegende Unterschied lag aber im Rahmenkonzept. Während bei der leichten Baureihe ein preiswerterer gerader Leiterrahmen verbaut war, wurde bei der mittleren Baureihe ein Leiterrahmen mit gekröpften Längssträngen eingesetzt. Dieses Konzept, das auf die Entwicklung des Unimog S vor mehr als 30 Jahren zurückging, ermöglichte extreme Rahmenverdrehungen bei gleichzeitig hoher Biegesteifigkeit und sorgte so für eine besonders hohe Geländegängigkeit.
Höhere Leistung bei niedrigeren Abgaswerten.
Da Daimler-Benz mit den Baureihen 407 und 417 jeweils eine leichte und eine mittlere Baureihe auf den Markt gebracht hatte, war es nur folgerichtig, auch noch eine schwere Baureihe zu präsentieren. Es war die Geburtsstunde der Baureihe 427, die sich an die seit 1976 gebauten schweren Baureihen 424 und 425 anschloss.
Hauptmerkmal war ein neuer Direkteinspritz-Dieselmotor, optional auch mit Abgasturbolader, der ab dem Jahr 1992 zudem mit Ladeluftkühlung verfügbar war. Mit diesem neu konzipierten Motor hatte man im Werk Gaggenau aber vor allem einen geringeren Kraftstoffverbrauch und bessere Emissionswerte im Blick. Grund war, dass die Kommunen als Hauptabnehmer aufgrund von Immissionsschutzgesetzen um bis zu 5 dB leisere Fahrzeuge verlangten. Daher wurde die Motordrehzahl im maximalen Leistungsbereich auf 2.400 Umdrehungen abgesenkt, womit eine Verbesserung des Schalldruckpegels um 3-4 dB erreicht werden konnte.

Baureihe 437 mit neu entwickeltem Getriebe.
Als weitere Top-Baureihe sollte sich die ab 1988 produzierte schwere Baureihe 437 erweisen. Erstmals wurde das neu entwickelte Unimog Getriebe UG 3/65 in den Fahrzeugen verbaut. Als Motorisierung diente ein ladeluftgekühlter OM 366 A bzw. LA. Die Modellreihe 437, die es auf 26 verschiedene Baumuster brachte, blieb bis 2002 in den Verkaufslisten.
Neue Absatzgebiete im Osten.
Durch den Fall des Eisernen Vorhangs erschlossen sich ab 1990 neue Märkte und Möglichkeiten. Waren bereits in früheren Jahren kleinere Unimog Stückzahlen in die Oststaaten geliefert worden, wurde nun die wahre Grössenordnung des tatsächlichen Bedarfs ersichtlich: Allein Ungarn orderte 150 Unimog für den kommunalen Einsatz.

Der U 90: Kult-Fahrzeug mit Sichtkanal.
Im Mai 1992 gab es erneut eine Premiere zu feiern. Auf der IAA in Hannover wurden die Baureihen 408 und 418 vorgestellt. Sie verfügten über ein neu konzipiertes Ganzstahl-Sicherheitsfahrerhaus mit ebenem Fahrerhausboden.
Der zur Baureihe 486 gehörende U 90 stach vor allem durch sein besonderes Fahrerhaus mit Sichtkanal aus der Masse hervor. Gerade für Arbeiten mit Frontanbaugeräten wie in Kommunen und Landwirtschaft eine praktische Verbesserung.

Kombination mit PKW und LKW – nur beim Unimog.
Der japanische Trend, Unimog zu „Spass-Mogs“ umzubauen, erreichte 1993 auch Europa. Daimler-Benz erkannte die Marktlücke und konzipierte auf Basis des U 90 einen offiziellen Funmog mit 110 PS. Innenraum und Instrumente erinnerten dabei stark an einen PKW. Zudem wurde das Fahrzeug mit einer blutroten Metallic-Lackierung versehen. Dies durften Unimog Kenner durchaus als Verneigung vor dem historischen Ochsenblut-Rot der Boehringer-Zeit verstehen. Besonders ins Auge stachen die verchromten, mehrteiligen Rohrbügel und Kuhfänger. Ausgestattet mit einer 130 dB-Hupe, war der Wiedererkennungswert des Funmog enorm.
Geländewagen des Jahres und 300.000ster Unimog.
Das Jahr 1994 sollte eines der Jubiläen und Ehrungen werden. Das „Offroad“-Magazin wählte den Funmog völlig verdient zum Geländewagen des Jahres und in Gaggenau lief der 300.000ste Unimog vom Band.
Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten zu „Einhundert Jahre(n) Automobilbau“ zog es im Juni 1995 dreihundert Unimog im Rahmen einer beeindruckenden Schaufahrt in die Geburtsstätte nach Gaggenau zurück. Mittlerweile ist der Unimog in 160 Ländern zuhause. Die Einsatzgebiete sind dabei genauso verschieden wie die Modellvarianten. Und das hat mittlerweile Tradition – denn: Das U in Unimog steht für Universal.

1996-2005
Technologiefortschritt und Umzug.
Start mit zwei Unimog Baureihen ins neue Jahrtausend.
Die Geschichte des Unimog vereint Einfallsreichtum und Innovation mit dem Festhalten an bewährten Konzepten. Das macht den Alleskönner von Mercedes-Benz so einzigartig. Im sechsten Teil unserer Unimog Geschichte blicken wir zurück auf die wichtigsten Modelle und Ereignisse rund um die Jahrtausendwende.
Mehr Leistung, mehr Umweltschutz.
Ab 1996 legte Mercedes-Benz den Schwerpunkt bei der Weiterentwicklung der beliebten Unimog Baureihe 408 zunehmend auf umweltschonende Technologien. So brachten der neu eingeführte kompakte Unimog U 90 turbo und der verlängerte Unimog U 100 L turbo mit 85 kW nicht nur viel Leistung für die Geräteträger mit, sondern setzten erstmals auf die umweltverträglichen Motoren nach Euro-II-Norm. Eine Entwicklung, die bis heute zu immer effizienteren Diesel-Motoren mit gleichzeitig deutlich reduzierten Emissionswerten geführt hat.
Doch nicht nur in Sachen Motor stand das Thema Umweltschutz zunehmend im Vordergrund. Asbestfreie Bremsbeläge, biologisch abbaubare Hydrauliköle sowie der Verzicht auf FCKW und Cadmium im Unimog tragen bis heute zu einer verbesserten Umweltbilanz bei und erhöhen gleichzeitig den Schutz für Fahrer und Crew.
Klein, aber fein: der UX 100.
Im Jahr 1996 feierte ein weiterer ungewöhnlicher Unimog seine Premiere: die Baureihe 409. Der „Mini Unimog“ war als kleiner Geräteträger für den Einsatz in Kommunen konzipiert. Mit nur 1,6 m Breite und einer Gesamthöhe von unter 2 m konnte er auch in engen Gassen oder an Orten eingesetzt werden, wo eine besonders hohe Wendigkeit gefragt ist. Dabei hatte der als UX 100 eingeführte Geräteträger viel Technik und Ausstattungsmerkmale seines grossen Bruders an Bord. Dazu zählen neben dem Allradgetriebe die praktischen Schnittstellen für An- und Aufbaugeräte.
Der UX 100 kam in zwei Varianten auf den Markt. Mit einem Radstand von nur 2.150 mm konnte der UX 100 H als kompakter Geräteträger genutzt werden, während der UX 100 M mit einem Radstand von 2.600 mm vor allem für Transportaufgaben konzipiert wurde. Nach wenigen Jahren trennte sich Daimler aber von dem UX 100, der bei der Firma Hako unter dem Namen „Kommobil“ weitergeführt wurde.
Mehr Komfort: die Geräteträger der Unimog Baureihe 405.
Zur Jahrtausendwende wurde 2000 eine neue Geräteträger-Generation des Unimog eingeführt. Im Vergleich zu den erfolgreichen Vorgängerbaureihen setzte man mit dem U 300, U 400 und U 500 auf noch mehr Komfort durch technische Finessen. So wurden erstmals eine Wechsellenkung sowie eine EPS-Schaltung serienmässig verbaut. Das Fahrerhaus bot dank einer völlig neuen Materialmischung aus Kohlefaser deutlich mehr Raum und mehr Rundumsicht. Die neue Leistungshydraulik eröffnete zudem ein weites Spektrum für anspruchsvolle An- und Aufbaugeräte.
Das Design der neuen Geräteträger wurde, abgestimmt auf die Designsprache moderner Nutzfahrzeuge, noch glatter und fliessender gestaltet. Dank effizienterer Dieselantriebe konnte die ohnehin schon gute Wirtschaftlichkeit des Unimog noch weiter verbessert werden. Die für den Erfolg des Unimog seit Beginn ausschlaggebende enge Partnerschaft mit Aufbauherstellern wurde durch Zertifizierungen und Partnerprogramme weiter intensiviert.

Abschied von Gaggenau.
Im Jahr 2001 feierte man in Gaggenau mit einer grossen Unimog Sternfahrt den 50. Jahrestag der Produktionsstätte für den Alleskönner. Doch schon ein Jahr später hiess es Abschied nehmen: Am 26. August 2002 startete die Produktion des Unimog in dem frisch modernisierten neuen Werk in Wörth. Das weltgrösste Lkw-Werk direkt am Rhein ist seither die Heimat des Unimog, in Gaggenau werden aber noch weiterhin Komponenten für den Special Truck hergestellt. Doch bis heute bleibt der Name Unimog eng mit Gaggenau verbunden, seit 2006 nahe der ehemaligen Produktionsstätte das Unimog-Museum eröffnet wurde.

Mehr als nur geländetauglich: hochgeländegängig.
Neben dem Geräteträger setzte Daimler ab der Jahrtausendwende auf ein zweites Modell, das als direkter Nachfolger der „schweren Baureihen“ 427 und 437 konzipiert wurde. Die Baureihe 437.4, besser bekannt unter den Baumustern U 3000, U 4000 und U 5000, ist prädestiniert für den Einsatz in unwegsamen Gelände. Die grosse Bodenfreiheit, Watfähigkeit, Böschungswinkel und die beeindruckende Steigfähigkeit von bis zu 110 % bringen Material und Besatzung des hochgeländegängigen Unimog dorthin, wo andere Fahrzeuge oft nicht mehr hingelangen.
Elektropneumatische Differenzialsperren sorgen in Kombination mit drehmomentstarken Motoren mit bis zu 218 PS dafür, dass selbst für Unimog Massstäbe mit dieser Baureihe eine neue Dimension der Offroad-Performance erreicht werden konnte. So dient die Baureihe 437.4 als Basis für Expeditionsfahrzeuge und für Transporteinsätze bei Spezialanwendungen in der Bau- und Energiebranche.
Zwei Baureihen für unterschiedliche Anwendungen.
Mit der Einführung der neuen Baureihen 405 und 437.3 wurde die noch bis heute bestehende Ausdifferenzierung der Unimog Baureihen für zwei unterschiedliche Anwendungsbereiche bekräftigt. Der Unimog Geräteträger entwickelte sich zu einem flexiblen, wirtschaftlichen und auf die Bedürfnisse von Kommunen und Lohndienstleistern zugeschnittenen Alleskönner. Anforderungen wie der Ein-Mann-Betrieb, mehr Arbeitskomfort sowie Sicherheitsstandards für den Arbeitseinsatz stehen bis heute bei dieser Baureihe im Vordergrund.
Der hochgeländegängige Unimog knüpfte dagegen an die Tradition der stark motorisierten und für extremen Offroad-Einsatz entwickelten Spezialfahrzeuge an. Er überzeugt durch sein ausgeklügeltes Fahrwerk mit Portalachsen sowie mit seiner äusserst robusten Konstruktion. Weltweit sind diese Unimog immer dann gefragt, wenn es Einsätze in besonders schwierigem Gelände und unter Extrembedingungen zu bewältigen gilt.

2006-2025
Unimog Nonplusultra.
Daimler Truck präsentiert Luxus Unimog zum 80. Jubiläum.
Gibt es den wirklich? Ja, und es gibt ihn nur ein einziges Mal. Zum 80. Jubiläum des Unimog präsentiert Mercedes-Benz Special Trucks ein einzigartiges Showcar: den luxuriösesten Unimog aller Zeiten. Auf Basis des hochgeländegängigen Unimog Modells U 4023 und in Zusammenarbeit mit Hellgeth Engineering ist eine wahrhaft einmalige Kreation entstanden, die das Kultfahrzeug in neuem Glanz erstrahlen lässt – mit beeindruckendem Design und noch mehr Leistung als jemals zuvor.
Legende trifft Luxus.
Für viele Fans ist der Mercedes-Benz Unimog unangefochtene Spitze bei Kraft und Technik. Doch zum 80. Unimog Jubiläum 2026 hat Mercedes-Benz Special Trucks noch eine Schippe draufgelegt: Diese einzigartige Version des legendären Universal-Motor-Geräts ist nicht nur die luxuriöseste, sondern auch die leistungsstärkste aller Zeiten.
Damit setzt Daimler Truck im Unimog-Segment neue Massstäbe und erfüllt einen lang gehegten Wunsch vieler internationaler Kunden: die seit Jahrzehnten nahezu unerreichten Geländefahreigenschaften des Unimog durch noch mehr Leistungsstärke und ein unverwechselbares Design zu ergänzen.
Filmreifer Auftritt.
Das Showcar basiert auf dem hochgeländegängigen Mercedes-Benz Unimog U 4023. Es verfügt damit von Haus aus über die charakteristischen Unimog Eigenschaften wie Portalachsen und einen extrem verwindungsfähigen Rahmen. Dazu kommen der zuschaltbare Allradantrieb sowie Längs- und Differenzialsperren in beiden Achsen, die auch im schweren Gelände Traktion und Kontrolle gewährleisten.
Was den Antrieb angeht, hat Mercedes-Benz Special Trucks noch einen grossen Schritt nach vorne gewagt: Beim Nonplusultra Unimog ist der serienmässige Vierzylindermotor einem Mercedes-Benz Sechszylinder OM 936 gewichen, der beeindruckende 220 kW (300 PS) auf die Strasse bringt. Das Exterieur ist SUV-inspiriert und besticht durch seine mattgraue Lackierung, die Aluminium-Beadlock-Felgen sowie ein markantes Lichtkonzept, das den Prototyp mit modernen LED-Scheinwerfern ins rechte Licht rückt.
Zum ersten Mal in einem Unimog verbaut wurde das MirrorCam-System von Mercedes-Benz Trucks: Digitale Kameras und Monitore ersetzen die klassischen Aussenspiegel und können so dazu beitragen, die Rundumsicht zu verbessern und die Sicherheit im Strassenverkehr zu erhöhen.
Mehr als nur ein Blickfang.
Nicht nur von aussen wirkt dieses Fahrzeug wie aus einem Film: Auch die Gestaltung der Doppelkabine zeigt sich von höchsten Ansprüchen inspiriert. Dabei bietet die geräumige Kabine Platz für bis zu vier Personen. Hochwertige Lederoberflächen prägen ihr Inneres. Ergonomische Sitze mit farbigen Steppnähten betonen den Premium-Anspruch. Dazu passen Leder-Fussmatten und eine LED-Beleuchtung.
Franziska Cusumano, Vorgängerin von Dennis Kinzelmann als CEO von Mercedes-Benz Special Trucks, hat folgende Worte für das Fahrzeug gefunden: „Dieser Unimog ist ein Statement für Innovation und Leidenschaft.“ Und tatsächlich ist das Showcar weit mehr als nur ein Blickfang.
Mercedes-Benz Special Trucks will mit dem Luxus Unimog auch Erkenntnisse für eine mögliche neue Entwicklungsstufe sammeln. Dabei wird das Fahrzeug in den nächsten Monaten im Rahmen einer Kundenerprobung dem harten Alltagseinsatz ausgesetzt.
Wir beraten Sie gerne.
Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
Aarau Rohr Aegerten Bellach Bern Bümpliz Granges-Paccot Neuendorf Schlieren Uetendorf Vezia Wettingen Wetzikon Winterthur Zürich-Nord





















































































































































































































