Bidirektionales Laden mit
Mercedes-Benz.

Bidirektionales Laden zuhause.

2026 wird Mercedes-Benz schrittweise das bidirektionale Laden zuhause für seine Elektrofahrzeuge einführen. Die ersten Mercedes Modelle, die diese neue Technologie 2026 unterstützen, sind der neue vollelektrische GLC sowie die neuen CLA Modelle. 

Diese Autos sind technisch für bidirektionales Laden «V2H» und «V2G» über eine DC-Wallbox vorbereitet. Zudem sollen weitere vollelektrische Mercedes EQ-Modelle folgen, die die neue Technologie unterstützen. Die Möglichkeit, bidirektional zu laden, soll sukzessive in vielen Mercedes Modellen der neuen Generation angeboten werden.

Die Markteinführung ist zuerst in Deutschland sowie in Frankreich und Grossbritannien geplant. Aber auch in der Schweiz soll das bidirektionale Laden von Mercedes noch 2026 angeboten werden. Auf dem Schweizer Markt ist die technische Einführung allerdings eng an den Marktstart der neuen Mercedes Modelle gekoppelt. Daher soll die Technologie in der Schweiz ab der 2. Jahreshälfte 2026 über ein Over-the-air-Update verfügbar gemacht werden.

Bidirektionales Laden erfordert das integrierte System «MB.CHARGE Home». Es besteht aus dem Fahrzeug, einer speziellen bidirektionalen Wallbox, entwickelt von «The Mobility House», einem Ökostromtarif und einem speziellen Energiemanagement. Gesteuert werden soll alles via App.

Die bidirektionale Technologie ermöglicht es, überschüssigen Solarstrom der Photovoltaik-Anlage eines Hauses in der Hochvoltbatterie des Autos zwischenzuspeichern und später wieder im eigenen Haushalt zu nutzen – «Vehicle-to-Home», kurz V2H – oder Strom zurück ins Netz zu speisen – «Vehicle-to-Grid», kurz V2G. 

Der vollelektrische Mercedes-Benz GLC und die elektrischen Modelle Mercedes-Benz CLA werden im Laufe 2026 in der Schweiz auf den Markt kommen. Beide Modelle sind für das bidirektionale Laden über eine DC-Wallbox vorbereitet. Es gibt bereits Unternehmen in der Schweiz, die marktfähige Lösungen für diese Technologie zuhause anbieten werden. Erlaubt ist bidirektional Laden in der Schweiz bereits seit 2022.

Die grundlegende Idee ist, die Batterien parkierter elektrischer Fahrzeuge zur Entlastung des Schweizer Stromnetzes zu nutzen. Schliesslich sind die Elektro-Autos im Grunde mobile Batterien mit sehr hoher Speicherkapazität. Und während sie zuhause oder am Arbeitsplatz – wo meistens Strom benötigt wird – parkieren, könnten sie in dieser Zeit als flexible Stromspeicher genutzt werden und helfen, die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auszugleichen. 

Bieten lokale Energieversorger dynamische Tarife an, kann die Autobatterie dank der bidirektionalen Technologie gezielt dann geladen werden, wenn die Strompreise tief sind. Anschliessend lässt sich der gespeicherte Strom sowohl für die Mobilität oder das eigene Haus verwenden. Auch kann er bei höheren Preisen ins Stromnetz zurückgeführt werden.

Seitens Mercedes-Benz sind diese zwei Varianten des bidirektionalen Ladens geplant. Die Variante «Intelligent» plant Ladevorgänge so, dass sowohl günstige Tarife als auch ein hoher Anteil erneuerbarer Energien für das Laden bezogen werden. Ausserdem berücksichtigt das System die Abfahrtszeiten und den gewünschten Ladestand des Akkus. 

Ziel der intelligenten Variante ist, dass das Auto immer einsatzbereit ist, zugleich aber auch die Kosten möglichst niedrig sind und grüne Energie bestmöglich genutzt wird. Es wird also zu den Zeiten geladen, in denen die Strompreise niedrig sind.

Die erweiterte Version «Pro Intelligent» geht noch einen Schritt weiter und ermöglicht es, Strom in das Netz zurückspeisen. Die Besitzerinnen und Besitzer der Autos erhalten dafür eine Vergütung, während das Stromnetz entlastet wird. Wenn Wind- und Solaranlagen viel Strom erzeugen, lädt das System den Akku automatisch. Bei steigender Nachfrage speist das Elektroauto den Strom dann zurück.

Damit kann ein Mercedes in Verbindung mit einer passenden Wallbox als Stromquelle im Haus dienen. Bei Stromausfällen würde es dann sogar die Versorgung übernehmen. 

MB.CHARGE Home soll die komplexen Abläufe im Hintergrund für den Alltag aber einfach nutzbar machen. Sämtliche Vorgänge laufen automatisch und das System wird von Nutzerinnen und Nutzern über eine App gesteuert. Sie brauchen nur wenige Vorgaben zu machen, wie etwa die Abfahrtszeit oder den Mindestladestand. Ein für bidirektionales Laden vorbereiteter Mercedes-Benz kann an jeder DC- und bidirektional-fähigen Wallbox, die der Norm ISO 15118-20 entspricht, aufgeladen und entladen werden.

Bidirektionales Laden in der Schweiz – Status quo

Die im Text genannten Mercedes-Benz Modelle sind technisch in der Lage, bidirektional zu laden, in der Schweiz dafür allerdings noch nicht freigegeben. Der Grund dafür sind fehlende gesetzliche Freigaben für die Verwendung der fortschrittlichen Technologie, weil die Interoperabilität in der Schweiz derzeit noch nicht sichergestellt ist. 

Daher werden zu dem komplexen Thema seitens Mercedes-Benz bislang keine weiteren Details und konkretere Erklärungen zu technischen Voraussetzungen und Funktionsweisen für Fahrzeuge kommuniziert. Das Gleiche gilt für Termine, ab denen es in der Schweiz möglich sein wird. 

Erst wenn die störungsfreie Zusammenarbeit aller zur Verfügung stehenden, unabhängigen Systeme für das bidirektionale Laden in der Schweiz gesichert möglich ist, ist eine gesetzliche Freigabe zu erwarten. An dieser Voraussetzung richtet Mercedes-Benz auch die eigene Kommunikation aus und wird konkrete Informationen mit planbaren Angaben erst kommunizieren, wenn diese durch geltende gesetzliche Rahmenbedingungen abgesichert sind. 

Sobald die Funktionalität in der Schweiz gewährleistet und zugelassen ist, wird die Funktion optional im Mercedes-Me Store angeboten werden, sodass das Kundinnen und Kunden das dafür nötige Softwareupdate für ihre Fahrzeuge freischalten können.