Elektroauto laden
Merbag Elektroauto laden-Ratgeber
Wie viel kostet das Laden eines Elektroautos?
Ladekosten zu Hause und unterwegs
Die direkte Antwort: Die Kosten für das Laden eines Elektroautos hängen von drei Grössen ab. Sie setzen sich zusammen aus der Menge nachgeladener Energie, dem Preis pro Kilowattstunde und dem Ladeverluste. Zu Hause bestimmt der lokale Stromtarif die laufenden Kosten, eine Wallbox und ihre Installation sind einmalige Infrastrukturkosten.
Öffentliches AC-Laden kann zusätzliche Zeit- oder Blockiergebühren enthalten. DC-Schnellladen ist besonders zeitsparend, kostet je nach Anbieter, Vertrag und Standort aber häufig mehr. Einen allgemeingültigen Schweizer Einheitspreis gibt es nicht.
Wer nach «Elektroauto laden Kosten» sucht, findet oft einzelne Tarife ohne gemeinsamen Bezug. Das kann täuschen. Ein Preis pro Kilowattstunde sagt wenig aus, wenn ein anderer Anbieter eine Grundgebühr verlangt, nach Zeit abrechnet oder nach Ladeende eine Blockiergebühr erhebt. Für einen fairen Vergleich müssen Lade-Ort, Tarifmodell, Verbrauch und tatsächlicher Ladehub zusammenpassen.
Drei Ladesituationen –
drei Kostenlogiken
Für den Alltag ist das Laden zu Hause häufig die bequemste und kalkulierbarste Lösung. Unterwegs bezahlen Sie zusätzlich für Standort, Infrastruktur und hohe Ladeleistung. Das ist kein Nachteil, solange die teurere Schnellladung gezielt für Reisen genutzt wird und nicht unbemerkt zum Standard wird.
Lade-Ort |
Typische Kostenbestandteile |
Worauf Sie achten sollten |
Zu Hause |
Lokaler Energie-, Netz- und Messtarif; Ladeverluste; einmalig Wallbox und Installation. |
Gemeinde, Netzbetreiber, Hoch-/Niedertarif, dynamischer Tarif, eigener Solarstrom und Lastmanagement. |
Öffentliche AC-Ladestation |
Preis pro kWh; je nach Anbieter Grund-, Start-, Zeit- oder Blockiergebühr. |
Maximale Parkdauer, Abonnement, Roaming und Gebühren nach Ladeende. |
Öffentliche DC-Schnellladestation |
Preis pro kWh oder Tarifpaket; teilweise zusätzliche Gebühren. |
Vertrag oder Ad-hoc-Preis, Ladeleistung des Fahrzeugs, Ladekurve und optimale Batterietemperatur. |

Wie lassen sich die Ladekosten eines Elektroautos berechnen?
Die Grundrechnung ist einfach. Entscheidend ist jedoch, welche Energiemenge Sie einsetzen: die gesamte Batteriekapazität, die nutzbare Kapazität oder nur den tatsächlich nachgeladenen Anteil.
Kosten einer E-Auto-Ladung.
Nachgeladene Energie (kWh) × Strompreis (CHF/kWh)
Für eine alltagstaugliche Näherung kann zusätzlich ein Zuschlag für Ladeverluste berücksichtigt werden.
In der Praxis wird eine Batterie selten vollständig von 0 auf 100 Prozent geladen. Häufiger ist ein Ladehub wie 20 auf 80 Prozent. Bei einer nutzbaren Batterie von 85 kWh entspricht dieser Ladehub 60 Prozent oder 51 kWh gespeicherter Energie.
Rechenbeispiel: von 20 auf 80 Prozent laden.
85 kWh × 60 % = 51 kWh; mit pauschal 10 % Ladeverlust-Zuschlag ≈ 56,1 kWh Netzbezug
56,1 kWh × CHF 0.277/kWh = rund CHF 15.54. Der tatsächliche Verlust hängt unter anderem von Temperatur, Ladeleistung und Fahrzeugtechnik ab.
Eine theoretische Vollladung derselben 85-kWh-Batterie läge mit dem vereinfachten Zuschlag bei rund 93,5 kWh Netzbezug und damit bei etwa CHF 25.90. Für die persönliche Kostenplanung ist der übliche Ladehub aussagekräftiger als die seltene Vollladung.
Was kosten 100 Kilometer mit einem Elektroauto?
Stromkosten pro 100 Kilometer = Verbrauch (kWh/100 km) × Strompreis (CHF/kWh)
Mit einem vereinfachten Ladeverlust-Zuschlag: Verbrauch × 1,10 × Strompreis.
Ein neutrales Schweizer Rechenbeispiel:
- Fahrzeugverbrauch: 18 kWh/100 km
- pauschaler Zuschlag für Ladeverluste: 10 Prozent
- Strompreis: 27,7 Rappen/kWh
Ergebnis.
18 × 1,10 × CHF 0.277 = rund CHF 5.49 pro 100 Kilometer.
Bei 15 000 Kilometern im Jahr ergibt das ungefähr CHF 823.– Stromkosten.
Der verwendete Strompreis ist der schweizweite Median für einen typischen Haushalt im Tarifjahr 2026. Die ElCom weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die Tarife zwischen Netzbetreibern und Gemeinden erheblich unterscheiden. Setzen Sie deshalb für eine reale Berechnung den Tarif Ihres Wohnorts und Ihres Stromprodukts ein!

Elektroauto zu Hause laden: Tarif, Ladezeit und Solarstrom.
Beim Laden zu Hause fliesst der Strom über Ihren Hausanschluss. Relevant sind nicht nur der Energiepreis, sondern auch die Netznutzung, Messkosten, Abgaben und der konkrete Tarif Ihres Versorgers. Manche Haushalte haben Hoch- und Niedertarife. Ab 2026 führen einzelne Netzbetreiber zudem vermehrt dynamische Netztarife ein.
Ein günstiges Ladezeitfenster kann die Kosten senken, sofern Ihr Tarif tatsächlich zeitabhängig ist. Ein blosses Laden in der Nacht ist nicht automatisch billiger. Prüfen Sie die Tarifblätter Ihres Netzbetreibers oder vergleichen Sie die veröffentlichten Tarife auf der Strompreisplattform der ElCom, um herauszufinden, wann Sie wie viel beim Laden sparen können.
Mit einer Photovoltaikanlage kann eigener Solarstrom genutzt werden. Wirtschaftlich ist dieser Strom nicht kostenlos. Zu berücksichtigen sind Investition, Eigenverbrauch und entgangene Einspeisevergütung. Dennoch kann intelligentes Laden in sonnenreichen Stunden sinnvoll sein und den Eigenverbrauch erhöhen.
Wallbox-Kosten und Installation getrennt betrachten.
Die Kosten einer Ladestation für das Elektroauto bestehen aus mehreren Teilen: Wallbox, elektrische Zuleitung, Absicherung, Installationsarbeit, allfällige Anschlussverstärkung, Kommunikation, Lastmanagement und Abrechnung. In Mehrfamilienhäusern kommt die Vorbereitung weiterer Parkplätze hinzu.
Eine seriöse Pauschale ist ohne Gebäudeprüfung kaum möglich. Ein Stellplatz direkt neben einer geeigneten Elektroverteilung ist deutlich einfacher zu erschliessen als eine Tiefgarage mit langer Leitung, mehreren Eigentümerinnen und Eigentümern oder begrenzter Anschlussleistung. Deshalb sollten einmalige Wallbox-Kosten und laufende Stromkosten im Angebot klar getrennt ausgewiesen werden.
Was kostet öffentliches AC-Laden in der Schweiz?
Beim öffentlichen AC-Laden steht das Fahrzeug meist länger. Der Tarif kann nur nach Kilowattstunden berechnet werden, aber auch Grund-, Start-, Zeit- oder Blockiergebühren enthalten. Eine Zeitgebühr verteuert langsames Laden, eine Blockiergebühr soll verhindern, dass ein vollständig geladenes Fahrzeug den Ladepunkt dauerhaft belegt.
Roaming vereinfacht den Zugang zu unterschiedlichen Ladenetzen, kann aber zu anderen Preisen führen als ein direkter Vertrag mit dem Betreiber. Prüfen Sie deshalb vor dem Start den in der App, dem Fahrzeug oder an der Ladestation angezeigten Gesamtpreis. Besonders bei längeren Parkzeiten ist wichtig, wann eine Zeit- oder Blockier-Gebühr beginnt.
Wie unterscheiden sich AC-Laden und DC-Schnellladen bei den Kosten?
AC-Laden nutzt das Ladegerät im Fahrzeug und eignet sich für längere Standzeiten. DC-Schnellladen speist Gleichstrom mit hoher Leistung direkt in die Batterie. Die Infrastruktur ist aufwendiger und ermöglicht deutlich kürzere Pausen. Entsprechend kann der Tarif höher sein.
Ob Sie die mögliche Ladeleistung tatsächlich nutzen, hängt vom Fahrzeug, vom Ladezustand, von der Batterietemperatur und von der Ladekurve ab. Ein kaltes Fahrzeug oder ein sehr hoher Ladezustand kann die Leistung begrenzen. Dann bezahlen Sie unter Umständen länger, ohne die maximale Kilowattzahl zu erreichen.
Mit MB.CHARGE Public können Fahrerinnen und Fahrer eines elektrischen Mercedes-Benz öffentliche Ladepunkte über einen zentralen Dienst nutzen. Entscheidend bleibt auch hier der vor dem Ladevorgang angezeigte Tarif des Standorts und Vertrags.
Welche Faktoren verändern Stromverbrauch und Ladekosten?
Je höher der Verbrauch, desto höher die Kosten pro 100 Kilometer. Besonders relevant sind:
- Fahrzeugmodell und Ausführung: Grösse, Gewicht, Aerodynamik, Räder und Antrieb verändern den Energiebedarf.
- Temperatur: Kälte erhöht den Bedarf für Batterie und Innenraumheizung.
- Geschwindigkeit: Hohes Autobahntempo steigert den Luftwiderstand und damit den Verbrauch.
- Fahrstil: Starke Beschleunigungen benötigt zusätzliche Energie.
- Topografie: Bergauffahrten brauchen Energie, bergab kann ein Teil rekuperiert werden.
- Heizung und Klimaanlage: Komfortfunktionen beziehen Energie aus der Hochvoltbatterie.
- Zuladung, Anhänger und Dachbox: Masse und Luftwiderstand erhöhen den Verbrauch.
- Reifen und Reifendruck: Rollwiderstand und falscher Druck beeinflussen die Effizienz.

Mercedes-Benz Beispiele
Stromkosten pro 100 Kilometer
Die folgenden Beispielwerte verbinden die offiziellen Schweizer WLTP-Verbräuche mit dem ElCom-Median von 27,7 Rappen/kWh. Zusätzlich wird vereinfachend ein Zuschlag von 10 Prozent für Ladeverluste angenommen. Das sind Vergleichswerte, keine Garantie für den individuellen Alltag.
Modellvariante |
WLTP-Verbrauch |
Rechenwert inkl. 10 % |
Kosten zu Hause* |
12,3 kWh/100 km |
13,53 kWh/100 km |
ca. CHF 3.75/100 km |
|
12,7 kWh/100 km |
13,97 kWh/100 km |
ca. CHF 3.87/100 km |
|
14,3 kWh/100 km |
17,73 kWh/100 km |
ca. CHF 4.36/100 km |
|
15,8 kWh/100 km |
17,38 kWh/100 km |
ca. CHF 4.81/100 km |
Wie können Sie beim Laden sparen?
- Für den Alltag möglichst zu Hause oder am Arbeitsplatz laden, sofern dort ein günstiger und transparenter Tarif verfügbar ist.
- Tarifzeiten nicht vermuten, sondern beim Netzbetreiber prüfen; bei dynamischen Tarifen die Ladung gezielt steuern.
- Eigenen Solarstrom möglichst in erzeugungsreichen Stunden nutzen.
- Ladevorgang an öffentlichen Säulen rechtzeitig beenden und unnötige Zeit- oder Blockiergebühren vermeiden.
- Bei häufigem öffentlichem Laden prüfen, ob ein passendes Abonnement günstiger ist als Ad-hoc- oder Roaming-Tarife.
- Verbrauch durch moderates Tempo, korrekten Reifendruck und vorausschauendes Fahren reduzieren.
- DC-Schnellladen für Reisen nutzen und die Batterie über die Routenplanung vorkonditionieren.
Ist das Laden günstiger als Benzin oder Diesel?
Das kann der Fall sein, ist aber nicht automatisch garantiert. Ein fairer Vergleich verwendet dieselbe Strecke, denselben Datenstand und offengelegte Annahmen. Für das Elektroauto rechnen Sie Verbrauch in kWh/100 km mal Strompreis. Für den Verbrenner rechnen Sie Liter/100 km mal aktuellen Kraftstoffpreis. Anschliessend berücksichtigen Sie bei Bedarf Ladeverluste, Service, Versicherung, Steuern, Reifen und Wertverlust.
Wer überwiegend zu Hause lädt, erhält oft eine andere Gesamtrechnung als jemand, der fast ausschliesslich öffentliche Schnellladestationen nutzt. Pauschale Sparversprechen wären deshalb nicht seriös.
Häufige Fragen zu den Ladekosten eines Elektroautos
Wie viel kostet es, ein Elektroauto zu laden?
Multiplizieren Sie die nachgeladene Energiemenge mit dem Preis pro kWh und berücksichtigen Sie Ladeverluste sowie allfällige Gebühren. Der Betrag hängt stark vom Lade-Ort ab.
Was kostet eine vollständige Ladung eines Elektroautos?
Das hängt von der nutzbaren Batteriekapazität ab. Bei 85 kWh, 27,7 Rp./kWh und einem vereinfachten 10-Prozent-Zuschlag liegen die reinen Stromkosten bei rund CHF 25.90.
Wie lassen sich die Ladekosten eines Elektroautos berechnen?
Nachgeladene kWh × CHF/kWh. Für eine Näherung der Netzenergie können Sie einen Zuschlag für Ladeverluste ergänzen.
Was kosten 100 km mit einem Elektroauto?
Verbrauch in kWh/100 km × Strompreis. Im Beispiel mit 18 kWh/100 km, 10 Prozent Zuschlag und 27,7 Rp./kWh sind es rund CHF 5.49.
Wie hoch sind die Stromkosten eines Elektroautos zu Hause?
Sie hängen von Ihrem lokalen Tarif, dem Verbrauch des Fahrzeugs und den Ladeverlusten ab. Nutzen Sie den Tarif Ihres Netzbetreibers statt eines schweizweiten Durchschnitts.
Ist das Laden zu Hause günstiger als an einer öffentlichen Ladestation?
Häufig ja, aber nicht immer. Vergleichen Sie den lokalen Hausstromtarif mit dem vollständigen öffentlichen Tarif inklusive Grund-, Zeit-, Roaming- und Blockier-Gebühren.
Wie unterscheiden sich die Kosten von AC-Laden und DC-Schnellladen?
DC-Schnellladen stellt deutlich höhere Leistung bereit und kann deshalb teurer sein. Der tatsächliche Preis hängt von Betreiber, Standort und Vertrag ab.
Wie wirken sich Ladeverluste auf die Stromkosten aus?
Ein Teil der Netzenergie wird für Umwandlung, Kühlung oder Heizung benötigt. Die Stromrechnung basiert auf dem Netzbezug, nicht nur auf der in der Batterie gespeicherten Energie.
Welche einmaligen Kosten entstehen für Wallbox und Installation?
Wallbox, Zuleitung, Absicherung, Elektroinstallation, Lastmanagement und allenfalls Anschlussverstärkung. Der Betrag muss objektspezifisch offeriert werden.
Kann ich mit Niedertarif oder Solarstrom günstiger laden?
Ja, wenn Ihr Tarif ein günstiges Zeitfenster vorsieht oder Sie eigenen Solarstrom sinnvoll nutzen können. Prüfen Sie dabei auch Einspeisevergütung und Steuerung.
Wie hoch sind die jährlichen Ladekosten?
Jahreskilometer ÷ 100 × Verbrauch × Strompreis, ergänzt um Ladeverluste. Im Beispiel mit 15 000 km entstehen rund CHF 823.–.
Ist das Laden eines Elektroautos günstiger als Benzin oder Diesel?
Das hängt von Stromtarif, öffentlichem Ladeanteil, Fahrzeugverbrauch und aktuellem Kraftstoffpreis ab. Vergleichen Sie die Preise stets mit derselben Datengrundlage.
Ladekosten beginnen mit der passenden Ladelösung.
Die beste Kostenberechnung nützt wenig, wenn der Ladealltag nicht zum Fahrzeug passt. Merbag unterstützt Sie bei der Auswahl eines elektrischen Mercedes-Benz, bei Fragen zu Ladelösungen und bei der Planung Ihrer typischen Strecken.

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* Rechenbeispiel mit 27,7 Rp./kWh. Der tatsächliche Verbrauch und Tarif können abweichen. Öffentliches AC- oder DC-Laden kann je nach Vertrag und Standort deutlich andere Kosten verursachen.